Verstrickungen: Von der Rolle des Textilen in Kunst und Gesellschaft

Positionen aus der Kunstsammlung des ifa-Institut für Auslandbeziehungen

Ein Schwarzweißfoto einer Person mit kurzen, lockigen Haaren, die eine geblümte Schürze über einem dunklen Pullover trägt und in einem Innenbereich mit Industrieanlagen im Hintergrund steht. Der Ausdruck ist neutral und direkt.
Ein Schwarzweißfoto einer Person mit kurzen, lockigen Haaren, die eine geblümte Schürze über einem dunklen Pullover trägt und in einem Innenbereich mit Industrieanlagen im Hintergrund steht. Der Ausdruck ist neutral und direkt.
Foto: Helga Paris

Mit Arbeiten von Antje Engelmann, Hermann Glöckner, Renate Göritz, Asta Gröting, Barbara Klemm, Käthe Kollwitz, Reinhard Mucha, Helga Paris, Judith Raum, Rosemarie Trockel und Franz Erhard Walther im Dialog mit der lokalen Textilgeschichte. Kuratiert von Susanne Weiß (ifa)

Zusammen mit dem Lila Weg“ wird der frisch sanierte Bahnhof in Flöha als Kunstbahnhof wiedereröffnet. Die Bahnhofshalle ist Schauplatz der ifa-Ausstellung Verstrickungen“, in der das ifa Künstler aus der eigenen Sammlung im Dialog mit der Ortsgeschichte präsentiert: Darunter sind zwei Künstler aus der Sammlung des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK), dessen grafischer Teil mit über 10.000 Werken 1991 an das ifa übergeben wurde. 
 

Auf Einladung des Kurators des „Lila Weges“, Alexander Ochs, präsentiert die Ausstellung künstlerische Positionen, die mit der verflochtenen Geschichte des Textilen verbunden sind. In Textilien treffen nicht nur Tradition und Innovation aufeinander, sondern auch Ursache und Wirkung von Produktion und Material, Muster und Interpretationen sowie Werte und Paradoxien, die unsere wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse beeinflussen.

Entanglements“ bringt wichtige Pioniere der Kunst des 20. Jahrhunderts zusammen. Jahrhunderts. Von Käthe Kollwitz, einer der eindrucksvollsten Vertreterinnen des kritischen Realismus, die wie keine andere die Not der Weberzunft schilderte, über Hermann Glöckner, der durch seine Ausbildung zum Musterzeichner zur abstrakten Kunst kam und zu einem wichtigen Vertreter der konkreten Kunst in der DDR und damit auch zu einem Grenzgänger zwischen Ost und West wurde, über Franz Erhard Walther, der sich im Zeitalter der Konzeptkunst dem Textil als performativem und skulpturalem Material zuwandte, bis hin zu Rosemarie Trockel, die in den 1980er Jahren mit ihren Strickbildern berühmt wurde. Die Bildhauerin Asta Gröting verwendet scheinbar alltägliche Gegenstände und verwandelt sie in mehrdeutig lesbare Bilder. Renate Göritz war eine der wichtigsten Vertreterinnen der Collage in der DDR. Wie Helga Paris lebte sie in Berlin und prägte die dortige Szene mit ihrer Kunst. Ihre großformatigen Collagen werden zum ersten Mal seit 1991 wieder ausgestellt. Die Künstlerinnen Judith Raum und Antje Engelmann erzählen mit ihren Videos ganz unterschiedliche Geschichten. Judith Raum wendet sich der Textilwerkstatt des Bauhauses und alltäglichen Materialien zu und lenkt den Blick auf die Hierarchien der Wahrnehmung. Antje Engelmann untersucht anhand ihrer eigenen Familiengeschichte, wie die Traditionen der Donauschwaben durch Migration und Handwerk geprägt sind und persönliche und kollektive Erinnerung miteinander verweben.

Über die Ausstellung

Die ifa-Ausstellung „Verflechtungen: Zur Rolle von Textilien in Kunst und Gesellschaft“ ist Teil des Kunst- und Skulpturenpfades ‚Lila Weg‘ der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. Das Projekt wird gemeinsam mit der Stadt Flöha realisiert und findet in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung statt.

Über die Kunstsammlung des ifa
Die Kunstsammlung des ifa - Institut für Auslandsbeziehungen umfasst derzeit rund 24.000 Werke aus verschiedenen Disziplinen der modernen und zeitgenössischen bildenden Kunst: Architektur, Fotografie und Design sind ebenso vertreten wie monografische Ausstellungen von Rosemarie Trockel oder Wolfgang Tillmans. Rund die Hälfte davon stammt aus Ankäufen für die Wanderausstellungen, für die Kuratoren seit den 1960er Jahren vor allem monografische Ausstellungen entwickelt haben, die herausragende künstlerische Positionen aus Deutschland präsentieren. Ein weiterer Schwerpunkt sind gesellschaftspolitisch relevante Projekte, die zeitgenössische künstlerische Strömungen und Bewegungen des 20. und 21. Jahrhunderts reflektieren. Sie werden als Wanderausstellungen in internationalen Museen und Kulturinstitutionen, aber auch außerhalb der großen Metropolen präsentiert. Derzeit sind weltweit 20 Ausstellungen zu sehen, die seit den 2010er Jahren auch mitgestaltet werden.

Die zweite Hälfte der ifa-Kunstsammlung stammt aus der Sammlung des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK), die das ifa 1991 in Teilen übernommen hat. Diese wird seit 2023 in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung erforscht. Auf  der digitalen Kunstplattform ifa Agora  mit der die  einzigartige Kunstsammlung des ifa sichtbar und erlebbar gemacht wird: https://agora.ifa.de/de/themen

Wann? Vom 11. April 2025 bis zum 03. August 2025

Wo? Kunstbahnhof Flöha

11. April 2025, 12:00

Kunstbahnhof Flöha, Bahnhofshalle, Bahnhofstraße 2A, 09557 Flöha I Eintritt: frei

Öffnungszeiten am Eröffnungswochenende: 12. April. : 10:00-18:00 /  13.April: 10:00-18:00

Veranstaltungen

Samstag
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Ausstellung: Verstrickungen - Von der Rolle des Textilen in Kunst und Gesellschaft

Flöha, Kunstbahnhof

Hauptprogramm Künste
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