Rebecca Horn: The Universe in a Pearl Eröffnung in der Hospitalkirche St. Georg in Lößnitz

Courtesy: Workshop Rebecca Horn/Moontower Foundation; Foto: Uwe Gaasch; Rechte VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Rebecca Horn (1944-2024) gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen deutschen Künstlerinnen. Ihre Skulptur „The Universe in a Pearl“ wird ab 29. März bis zum 30. November 2025 in der Hospitalkirche St. Georg in Lößnitz in Sachsen gezeigt. Die Ausstellung ist Teil des Kunst- und Skulpturenwegs PURPLE PATH, einem der Hauptprojekte der europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025.


Eröffnung der Skulptur am Samstag, 29. März 2025, 16 Uhr
Hospitalkirche St. Georg, Hospitalstraße 2a, 08294 Lößnitz 
Ausstellung vom 30. März bis 30. November 2025
Mi–So, 12–18 Uhr

Die 2006 von Rebecca Horn geschaffene Skulptur reiste bereits durch viele Kirchen, unter anderem war sie in London, Mallorca und Hamburg zu sehen. Zuletzt wurde sie 2018 in der Berliner St.-Hedwigs-Kathedrale gezeigt. Nun reist die vertikale Skulptur in die Hospitalkirche St. Georg im erzgebirgischen Lößnitz, die eigens dafür umgebaut wurde.

Drei übereinander angebrachte, goldfarbige Trichter sind mit einem Spiegel über einer in sich drehenden, verspiegelten Bodenskulptur angebracht. In dieser sieht sich nicht nur die Betrachtenden selbst, sie erlebten auch den „Himmel“, die reich geschmückte Decke der Kirche: es entsteht eine Illusion, eine unendliche Fortsetzung des Spiegelbilds. Durch die endlose Wiederholung des Deckenmotivs entsteht ein Blick in eine unendliche Tiefe, das Universum wird „in eine Perle“ fokussiert.

Die interdiszplinär agierende Aktionskünstlerin, Bildhauerin, Filmemacherin und Autorin Rebecca Horn wurde 1992 als erste Frau mit dem „Goslarer Kaiserring“ ausgezeichnet, 2010 erhielt sie den „Nobelpreis der Künste“, den japanischen „Praemium Imperiale“. 1972 nahm sie an der Documenta 5 teil. 1999 schuf sie für die Europäische Kulturhauptstadt Weimar die Rauminstallation „Konzert für Buchenwald“. 1994 widmeten ihr die Neue Nationalgalerie Berlin und das Solomon R. Guggenheim Museum New York große Einzelausstellungen. 2001 realisierte sie als Professorin an der Universität der Künste Berlin gemeinsam mit Studierenden das „Santiago de Compostela Projekt“.

Die spanische Stadt Santiago de Compostela markiert das Ende des Jakobswegs, auch die Lößnitzer Hospitalkirche versteht sich als Teil des Pilgerpfads. Im Rahmen der Vorbereitung der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 entschied sich die Ev. Luth. Kirchgemeinde Lößnitz-Affalter unter Leitung ihres Gemeindepfarrers Raphael Weiß, die alte Friedhofskirche umzuwidmen. Mit Eigenmitteln und Unterstützung durch das Förderprogramm Regionalentwicklung (FR-Regio) wird sie in eine Kultur- und Pilgerkirche umgewandelt.

Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH

Eröffnung vom 11. bis zum 13. April 2025

Als ein großer neuer Magnet für kunst- und kulturinteressiertes Publikum entsteht bis Ende 2025 der Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH. Es ist das umfangreichste Projekt von Chemnitz 2025 in der Kulturhauptstadtregion und wird langfristig bleiben. Mit den Arbeiten wichtiger nationaler und internationaler Künstler:innen wächst in den Kommunen der Region eine einzigartige Ausstellung zeitgenössischer Kunst im ländlichen öffentlichen Raum. Die Werke von u.a. Alice Aycock, Sean Scully, Bettina Pousttchi, Jay Gard, Tony Cragg, Friedrich Kunath oder Nevin Aladağ stellen über die Orte, an denen sie installiert wurden, ihre Form, ihre Materialität oder Entstehungsgeschichte, einen Bezug zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft her. Sie knüpfen darüber hinaus ein symbolisches Band zwischen den Kommunen der Region sowie zwischen dem ländlichen Raum und der Stadt Chemnitz, in der Werke wie der markante leuchtende Schornstein, die Arbeit „7 Farben für einen Schornstein“ von Daniel Buren, ebenfalls Teil dieses Kunstweges sind. 

Von Freitag, den 11. bis Sonntag, den 13. April 2025 wird der Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH mit Einweihungen neuer Kunstwerke, Eröffnungen von Ausstellungen und weiteren Aktivitäten in vielen Kommunen der Kulturhauptstadtregion eröffnet. 

Ausführliche Infos zum Eröffnungswochenende folgen.

Alle Infos zum Kunst- und Skulpturenweg

www.chemnitz2025/purple-path

„Rebecca Horn: The Universe in a Pearl“ ist temporärer Teil des Kunst- und Skulpturenwegs PURPLE PATH der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Die Ausstellung wird unterstützt von der MOONTOWER FOUNDATION, dem Workshop Rebecca Horn, Karin und Peter Weyrich, Bad König, dem Museum Wiesbaden und der „Kulturkirche 2025“. Die Ausstellung wird von „Kirchenöffnern“, freiwilligen Mitgliedern der Ev. Luth. Kirchgemeinde Lößnitz-Affalter betreut. 

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