Leuchtendes Finale: James Turrells Lichtskulptur krönt Abschluss des Kulturhauptstadtjahres

Visualisierung: H2 ARCHITEKTUR by hendrik heine

Die Einweihung einer Arbeit des weltbekannten US-amerikanischen Land Art-Künstlers James Turrell am Freitag, den 28. November 2025 in Oelsnitz/Erzgeb. wird zum leuchtenden Finale des Kulturhauptstadtjahres. Turrells Lichtskulptur „Ganzfeld - Beyond Horizons 2025“ findet als Teil des Kunst- und Skulpturenweges PURPLE PATH in unmittelbarer Nähe des Museums KohleWelt auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerkbetriebs Karl-Liebknecht ihren Platz.

Die dafür vom Büro H2 ARCHITEKTUR by hendrik heine aus Lichtenstein im Auftrag der Stadt Oelsnitz/Erzgeb. transformierte dreischiffige Industriehalle formuliert eine vollständig neue Idee der Denkmalpflege. Das Stahlskelett der ehemals 1.600 Quadratmeter großen Halle wurde abgetragen, restauriert und wird samt Kranbahn neu aufgerichtet. Sie bildet den Rahmen für ein mit Cortenstahl verkleidetes Ausstellungsgebäude, für das James Turrell sein Lichtkunstwerk „Ganzfeld - Beyond Horizons 2025“ konzipiert hat.

Seit den 1980er Jahren realisiert Turrell weltweit Skyspaces und Ganzfelder, wichtige Arbeiten von ihm befinden sich auf der japanischen Kunst-Insel Naoshima. Eine Arbeit wie das für Chemnitz 2025 entwickelte Lichtkunstwerk war in ähnlicher Form in Deutschland bisher nur temporär in den Jahren 2009/10 im Kunstmuseum Wolfsburg zu erleben. Es bietet den Besucher:innen ein einmaliges Erlebnis. Sie tauchen ein und werden Teil einer schattenlosen Installation aus farbigem Licht, die das Gefühl von Zeit und Raum aufzulösen scheint.

Das Lichtkunstwerk wird ab Samstag, den 29. November 2025 für Besucher:innen geöffnet sein. Die näheren Informationen zum Besuch des Kunstwerkes werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

James Turrell

Ganzfeld – Beyond Horizons 2025

Halle 18 des ehemaligen Steinkohlebergwerks in Oelsnitz/Erzgeb.

Feierliche Eröffnung am Freitag, 28.11.2025

Offen für Besucher:innen ab Samstag, 29.11.2025

Über James Turrell

Der US-amerikanische Land Art-Künstler James Turrell wurde 1943 in eine Quäkerfamilie hineingeboren. Quäker wachsen in streng religiösen Verhältnissen auf, sie verzichten auf Autos ebenso wie auf Strom in ihren Häusern. Im Zentrum ihres Glaubens steht das innere Licht, eine Idee, die die Arbeit James Turrells bis heute speist. Turrell studierte Psychologie und Mathematik und begann 1966 seine Arbeit an Lichträumen. 1968 erhielt er ein Stipendium des „National Endowment for the Arts“, dem sich 1973 ein Kunststudium an der Graduate School in Claremont/Kalifornien anschloss. Im Alter von 16 Jahren erwarb Turrell eine Fluglizenz, in den 1970er Jahren war er mit dem Flugzeug auf der Suche nach einem Gelände für unterirdisch anzulegende Lichtinstallationen. In der Wüste von Arizona entdeckte er einen erloschenen Vulkankrater, in dem seither sein Hauptkunstwerk entsteht: Der „Roden Crater“ ist ein System unterirdischer Räume, Stollen und Schächte, welches es erlaubt, Licht in einer einzigartigen Weise zu erfahren.

 

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Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH – weitere Eröffnungen

Der von Alexander Ochs kuratierte Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH ist eines der Hauptprojekte von Chemnitz 2025. In den 38 Kommunen der Kulturhauptstadtregion und Chemnitz entsteht damit seit 2023 eine dauerhafte Ausstellung zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum u.a. mit Arbeiten von Alice Aycock, Tony Cragg, Leiko Ikemura, Olaf Holzapfel, Nevin Aladağ, Via Lewandowsky oder Leunora Salihu.

Darüber hinaus gibt es temporäre Ausstellungen, wie beispielsweise die aktuell in Marienberg am Pferdegöpel auf dem Rudolphschacht (bis 2.11.) gezeigten Fotografien aus der Serie „Das abgewandte Porträt" von Corina Gertz oder die Installation "The Universe in a Pearl" von Rebecca Horn in der Hospitalkirche St. Georg in Lößnitz (bis 30.11.). Am 20. September um 17 Uhr werden in Jahnsdorf auf dem Hofmarkt Ziegs die Einweihung der ERZscheune sowie die Eröffnung der Ausstellung "Die Milchbauern/Der Stadeltransfer" mit Arbeiten der Fotografin Anastasia Khoroshilova gefeiert. Ab 30. Oktober sind die filmischen Miniaturen "Ode an das Handwerk" von Donata Wenders im Kulturbahnhof in Flöha zu sehen.

In den kommenden Monaten werden außerdem Arbeiten von Via Lewandowsky in Burgstädt (21.9.), Axel Anklam in Augustusburg (vsl. Ende September), Monika Sosnowska in Callenberg (17.10.), Redfort Architectural Fabrics in Annaberg-Buchholz, Rotmilan in Oberlungwitz sowie von Hoda Tawakol und Gabriela Oberkofler in Limbach-Oberfrohna eröffnet und dauerhaft in den Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH integriert. Vom 5. bis 12. Oktober findet zudem der Mittweida Sukkot in Mittweida als Teil das Programms am PURPLE PATH statt.

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